Early Duck – Die frühe Ente fängt den Wind.

18. Februar 2026 (Update 4. Mai)

Die ersten Sonnenstrahlen riechen nach Frühling, da zieht es mich natürlich sofort zu Betty. Und natürlich verbinde ich die Fahrt dahin mit einem Ausflug zum Schifahren nach Obertauern.

Nachdem Betty mit neuem Großfall ausgestattet ist, die Segel wieder angeschlagen sind, die Betten frisch bezogen sind und das Schiff geputzt ist, geht es zuerst auf eine kleine Wanderung über die Hügel nach Piran und wieder zurück. Danach steht der ersten Ausfahrt mit Betty nichts im Wege.

Neues Großfall angeschlagen, aber…
…“the first cut is the deepest“!
Piran, Blick zurück…
…und Blick nach vorne. Auf See ist noch nichts los.
Vorher…
… Nachher

Der Wind übers Meer ist noch sehr kühl, aber bei Sonnenschein werden die Segel angeschlagen und einer Saisoneröffnung unter Segel steht nichts im Wege. Ansegeln Mitte Februar ist ein persönlicher Rekord.

Die erste Fahrt mit der frisch geputzten Betty geht nach Umag. Dort erstehe ich im Zollbüro die Vignette zum Befahren der kroatischen Adria für 2026. Für die Rückfahrt schläft dann der Wind wieder ein. Damit erwacht dann auch der Diesel und der Autopilot in die neue Saison, während ich gemütlich in der Sonne sitze und mich aufs erste Anlegerbier der Saison freue.

Gespenstischer Ausblick aus der Marina.
Der erste Kurs ist gesetzt, per Autopilot.
Angsegelt!
Erstes Anlegerbier, ein selbstgebrautes Märzen.

Am Liegeplatz liegt das Schiff am Steg zwischen zwei Poller eingeparkt. Bei stärkerem Wind rutsche ich oft mit der Scheuerleiste am Poller entlang. Das ist nicht weiter dramatisch, jedoch gibt es an der Scheuerleiste am Rumpf immer einen dunklen Abrieb, der schwer zu reinigen ist. Um dem zu begegnen, möchte ich ein Seil um die Poller wickeln, damit es eine Schutzschicht gibt. Schnell sind 500m Seil mit 12 mm Durchmesser gekauft. Die Idee mag ja gut sein, aber…

Auf jeden Poller sollen etwa 100 Wicklungen, damit es etwas mehr als 1m Schutz gibt, der für die unterschiedlichen Wasserhöhen passt. Mit etwas Mühe ist das Seil ausgerollt und in zwei Hälften geteilt. Schon wird klar, dass es wohl nicht einfach wird, die langen Leinen eng um die Poller zu wickeln. Die beiden Leinenpakete sind tatsächlich so schwer, dass ich es kaum tragen kann.

So sehen die Poller aus. Der bisherige Schutz aus Neopren ist gerissen und ohne Schutzwirkung.
Wie lassen sich nun die Leinen mit je 250m um die Poller wickeln? Es scheint nicht machbar.

Ich entscheide mich schnell für eine pragmatische einfache Lösung. Die Leinen kommen vorerst in den Keller und ich will eine dicke Filzmatte um die Poller nageln. Der Filz ist auch schon bestellt und wird beim nächsten Besuch montiert.

Filzmatten lassen sich hoffentlich leicht um die Poller wickeln.
So sieht die Lösung aus. Für die Leinen finde ich eine neue Bestimmung.

Als Festmacher am Bug dienten bisher die gespleißten Leinen, die schon an der Boje am Starnberger See gute Dienste geleistet hatten. Diese waren hier jedoch etwas zu lang und mussten zur Befestigung zuerst mühsam einmal um die Klampe gewickelt werden. Damit ist jetzt Schluss! Es gibt neue Festmacher, die das Anlegen deutlich vereinfachen.

Neue Festmacherleinen mit selbst eingespleißter Kausch.
Fertig installiert am Poller.

Von diversen Rettungswesten ist das Haltbarkeitsdatum abgelaufen und sie können keinen neuen Service mehr bekommen. Das nehme ich zum Anlass und kaufe für Sabine und mich zwei neue Top-Rettungswesten von Spinlock samt AIS-Sender für die verbesserte Auffindbarkeit beim über Bord kommen. Die Sender habe ich in den Westen verbaut und scharf geschaltet. Beim Verstauen habe ich natürlich prompt einen Alarm aktiviert. Wir bezeichnen dies einfach als Test bei der Inbetriebnahme.

Spinlock 6D Rettungswesten mit Harness Release System.
simy Mini AIS-Sender werden in die Rettungsweste eingebaut und beim Aufblasen automatisch aktiviert.
Das Bild ist später am 4. Mai entstanden. Die Sonne ist inzwischen stark und es ist angenehm warm.
Bei über 25 Knoten Wind läuft die Ente hart am Wind 8 Knoten. Das ist mega.

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